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07.03.2010

Erfolgreiches Proben-Wochenende für "Der Hohe Tag"

Der Volksmusikerbund NRW, der Landesfeuerwehrverband und der Landesmusikverband veranstalten am 17. und 18.04.2010 zum zweiten Mal eine gemeinsame Landesmeisterschaft, die in Buldern stattfindet. Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers.

Am 17. April werden die Musikerinnen der Stadtkapelle Dülmen e.V. gemeinsam mit dem Landesspielleute-Korps NRW und dem Chor MGV Germania Buldern  die sechssätzige Suite "Der Hohe Tag" von Friedrich Deisenroth aufführen.

Zusätzlich zu den intensiven Proben der vergangenen Woche haben wir dazu bei einem Probenwochenende am 06.03. und 07.03.2010 an der Suite gearbeitet. Außerdem wurden einige Stücke für unser Frühlingskonzert am 25.04.2010 geprobt.

 

Bericht der Dülmener Zeitung
Zur ersten großen Probe für die Landesmeisterschaften der Spielleute in Buldern traf sich die Stadtkapelle Dülmen. „Wir nehmen nicht an den Wertungsspielen teil“, erklärte Heinz Dähn. „Der Hohe Tag wird im Rahmen der Landesmeisterschaft im Abendprogramm aufgeführt.“

Zusammen mit dem Männergesangsverein (MGV) Germania Buldern und dem Landesspielleute Korps (LKS) wird die Stadtkapelle am 17. April in Buldern auf der Bühne stehen. „Insgesamt sind es dann etwa 135 Musiker, die gemeinsam spielen und singen werden“, erläuterte Martin Kortmann vom Spielmannszug Buldern.

Um Organisatorisches zu planen und Abstimmungen zum Ablauf des Abends zu treffen, trafen sich im Rahmen der Probe auch die Hauptverantwortlichen für das Konzert. Martin Kortmann und Andre Hegemann vom Spielmannszug Buldern, der die Landesmeisterschaft ausrichten wird, Bernhard Viegener, der Landesfachleiter der Spielleute, Adolf Hörsting vom MGV und Nadine Schäper vom LKS stimmten die Einzelheiten ab und tauschten sich über den Verlauf der Proben in den einzelnen Gruppen aus. Dass die Generalprobe, bei der die drei Gruppen erstmalig zusammen spielen werden, erst kurz vor dem Auftritt stattfinden wird, konnte den Dirigenten der Stadtkapelle Erich Holtstiege nicht aus der Ruhe bringen. „Das wird wunderbar funktionieren!“

Auch Bernhard Viegener zeigte sich nach einer kurzen Hörprobe zuversichtlich: „Das klingt sehr, sehr gut. Ich bin positiv überrascht!“

 

Der Hohe Tag
ist eine Komposition von Friedrich Deisenroth, die - aufbauend auf altem musikalischen Brauchtum früher Jahrhunderte - in einzigartiger Weise verschiedene Klangkörper miteinander verbindet. Die sechssätzige Suite wurde nämlich für großes Blasorchester, Spielmannszug, Kinder- oder Frauenchor und Männerchor komponiert und beschreibt sehr eindrucksvoll einen "Pfeifertag" in Westfalen des 17. Jahrhunderts.

An diesen "Pfeifertagen" trafen sich die mittelalterlichen Spielleute, Trompeter, Pauker, "Thürmer und Stadtpfeifer" und "Pfeiferbanden" verschiedenster Art, um ihre rechtlichen Angelegenheiten oder Verstöße gegen die Regeln der Zunft zu ordnen.

Die Spielleute meist ländlicher Gebiete hatten sich in Bruderschaften und Zünften organisiert. Sie waren immer noch Fahrende, durften ihren Beruf aber nur in einer begrenzten Gegend ausüben, für die sie dann das absolute Privileg besaßen.  Nichtorgenisierte "Schwarzarbeiter" riskierten eine Geldstrafe oder gar den Einzug ihres Instrumentes, wenn man sie beim "heimlichen Auftritt" erwischte.

Die Verwaltung, Rechtsprechung und Überwachung der Zunft-Statuten lag in den Händen eines Pfeiferkönigs, der an einem solchen Pfeifertag in sein Amt gewählt wurde. Die Pfeifertage waren musikalische Höhepunkte der Spielleute und gleichzeitig auch Volksfeste mit traditionell vorgegebenem Ablauf, der sich in sechs Sätzen widerspiegelt.

Der erste Satz, "Die Ratsmusikanten auf dem Turm", ist eine richtige spätmittelalterliche Turmmusik mit wenigen Blechbläsern und Kesselpauken.
(Es klingt, als würden alle zu dieser Versammlung aufgerufen.)

Es folgt die "Tagwacht", bei der das musikalische Wecken dargestellt wird und der Spielmannszug besondere Geltung erlangt.

Der dritte Satz, "Im Münster", führt in einen Festgottesdienst und spiegelt einen feierlichen Abschnitt der Messe wider.

Danach geht es zum "Bankett" und man kann förmlich die Würde und Erhabenheit spüren, wie gravitätisch die Rats- und Schützenherren mit ihren großen Ordensketten den Saal betreten.

Kontrastreich setzt sich die Suite mit einem virtuosen "Triller" fort, der durch ständige Steigerung der Lautstärke, des Tempos und der Instrumentierung einzigartige Wirkung erzielt.

Die "Nachtwache" bildet den ausdrucksvollen Abschluß der Komposition und stellt einen Zapfenstreich eigener Art dar. Nach der Einleitung des Spielmannszuges wird zunächst das Zapfenstreichthema vorgestellt. Doch nach zehn anschließenden Glockenschlägen folgt das berühmte Nachtwächterlied mit Solo-Sänger und gemischtem Chor. Das Nachtwächterhorn erklingt; das Zapfenstreichthema erscheint erneut, wird jetzt aber in Kombination mit dem Nachtwächterlied präsentiert, so dass das Werk mit einem klangvollen, bombastischem Finale endet.


Probe im Dülmener Kolpinghaus<br />Foto: Bürger / Dülmener Zeitung

Probe im Dülmener Kolpinghaus
Foto: Bürger / Dülmener Zeitung

Das Orga-Team für "Der Hohe Tag": Mitglieder vom Landesspielleute-Korps NRW, Spielmannszug Buldern und MGV Germania  gemeinsam mit Stadtkapellen-Dirigent Erich Holtstiege (2. von links) und 1. Vorsitzenden Karin Riegel (Mitte) <br />Foto: Bürger / Dülmener Zeitung

Das Orga-Team für "Der Hohe Tag": Mitglieder vom Landesspielleute-Korps NRW, Spielmannszug Buldern und MGV Germania gemeinsam mit Stadtkapellen-Dirigent Erich Holtstiege (2. von links) und 1. Vorsitzenden Karin Riegel (Mitte)
Foto: Bürger / Dülmener Zeitung

Jürgen Rüttgers übergibt Martin Kortmann die schriftliche Zusage für die Schirrmherrschaft

Jürgen Rüttgers übergibt Martin Kortmann die schriftliche Zusage für die Schirrmherrschaft

Ständchen für den Ministerpräsidenten

Ständchen für den Ministerpräsidenten

Im Beisein von Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, Landrat Konrad Püning, Minister Karl-Josef Laumann, MdL Werner Jostmeier und Mitgliedern des Spielmannszugs Buldern trägt sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in das Goldene Buch der Stadt Dülmen ein.

Im Beisein von Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, Landrat Konrad Püning, Minister Karl-Josef Laumann, MdL Werner Jostmeier und Mitgliedern des Spielmannszugs Buldern trägt sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in das Goldene Buch der Stadt Dülmen ein.

Anschließend dürfen sich auch die Spielleute im Goldenen Buch verewigen.<br />Kleine Fotos: Stadt Dülmen, 03.06.2009

Anschließend dürfen sich auch die Spielleute im Goldenen Buch verewigen.
Kleine Fotos: Stadt Dülmen, 03.06.2009






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