4 Mitglieder unseres Jugendorchesters absolvierten den D1-Lehrgang mit sehr gutem Erfolg
Bis zu sieben Tonleitern auswendig können und ein selbst ausgesuchtes Volkslied in zwei unterschiedlichen Tonarten auf dem eigenen Instrument darbieten:
Das waren die Bedingungen der Abschlussprüfung für die vier Absolventen des D1-Lehrgangs in Rheine am letzten Samstag und Sonntag.
"Wir waren sehr aufgeregt vor der praktischen Prüfung", erzählt Johanna Meiers, die wie ihre Mitstreiter mit sehr guten Erfolg an der Ausbildung teilgenommen hat und sogar von knapp 60 Teilnehmern die beste war. „Es macht super viel Spaß und die Teilnehmer aus unserem Jugendorchesters sind durch diesen Lehrgang zusammengewachsen." Kein Wunder, mussten die vier doch seit Januar einmal im Monat an Lerneinheiten, die den ganzen Samstag und Sonntag beanspruchten, teilnehmen, um genug für die theoretische und praktische Prüfung zu lernen. Aber nicht nur während diesen/r Wochenenden wurde an der musikalischen Fähigkeit und an dem Umgang mit dem Instrument gefeilt. Die Teilnehmer besuchen auch in ihrem Alltag privaten oder städtischen Musikunterricht. „Ich spiele jeden Tag mindestens eine halbe Stunde Trompete", erklärt Marcel Quante, der einzige Junge der Gruppe. „Johanna und ich wollen nächstes Jahr wieder einen Lehrgang mitmachen. Dann aber einen D2-Lehrgang für Fortgeschrittene." Die Auszeichnungen und Zeugnisse, die die Jugendlichen durch solche Lehrgänge erwerben, können auch als Qualifikationen für das Seniorenorchester oder sogar für das Studium eine Wirkung haben. „Die jungen Musiker können stolz auf sich sein", sagt Birgit Ludwigs, die Mutter der 15-jährigen Hannah, die auch am Lehrgang teilnahm. „Der Lehrgang hat unheimlich bereichert und nun werden die Anweisungen des Dirigenten im Jugend- und Seniorenorchester sicher besser verstanden."
Nicht nur für die Stadtkapelle, dessen Jugendabteilung auch gerne jeden Mittwochabend zur Orchesterprobe Neueinsteiger begrüßt, haben sich die Dülmener nun besser vorbereiten können, sondern erlebten auch eine richtige Prüfungssituation. „Ich habe 'Alle Vögel sind schon da' gespielt", erzählt Lydia Ahrens, die 12-jährige und jüngste Teilnehmerin aus Dülmen, deren Altersunterschied in der Leistungsbewertung keine Rolle spielte. „Ich war total aufgeregt. Aber es hat sich gelohnt."
In der stillgelegten Petrikirche in Rheine fand schließlich die Siegerehrung unter guten akustischen Bedingungen statt. Alle Familien der vier jugendlich Teilnehmer waren eingeladen, einen Orchester-Zyklus (Mit Stücken wie „Phantom der Oper" oder „Don't cry for me Argentina"), den alle knapp 60 Absolventen des Lehrgangs in drei Proben zustande brachten, anzuhören und die Zeugnisse entgegenzunehmen. „Es war eine sehr schöne Atmosphäre und die Freude über unsere tadellosen Prüfungsbescheinigungen war riesengroß", gibt Johanna Meiers zu verstehen. Wer auch so eine Ausbildung absolvieren will, muss sich auf eine Grundgebür von 60 Euro einstellen und sich an die Stadtkapelle in Dülmen wenden.
Für die vier jungen Teilnehmer war es das wert. „Wenn ich Musik mache, denke ich immer an etwas Schönes und bekomme gute Laune", so Johanna Meiers weiter.
Foto: Birgit Ludwigs
Text: Manuel Kern, Streiflichter

Stolze Absolventen mit sehr gutem Ergebnissen:
Johanna Meiers, Hannah Ludwigs, Marcel Quante, Lydia Ahrens

Abschlusskonzert in der alten Petrikirche in Rheine

Stolze Musiker vor stolzen Eltern ;-)
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